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Wege aus der Sucht 

Vorwort:
Eine Sucht lässt sich nicht behandeln, indem man den Abhängigen mit äußerem Zwang die Droge entzieht. Entfällt dieser Zwang, kommt es in der Regel sofort zu einem Rückfall. Verbesserung und Genesung können nur gelingen, wenn der Süchtige selbst den Wunsch entwickelt, sich von der Abhängigkeit zu befreien, und aktiv auf dieses Ziel hin arbeitet.

Erkenntnis, Eingeständnis und Akzeptanz der Abhängigkeit zu Alkohol
Der erste, vielleicht wichtigste Schritt ist, die eigene Abhängigkeit zu erkennen und sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht. Wenn Ihnen dies von ganzem Herzen gelingt, haben Sie bereits den wichtigsten Schritt getan.


Suche nach Unterstützung
Niemand muss seiner Sucht alleine ausgeliefert sein – es gibt medizinische, psychologische und sozialarbeiterische Unterstützung für Süchtige.


Kontakt zu einer Beratungsstelle
Die einschlägigen Beratungsstellen bieten streng vertrauliche Gesprächsmöglichkeiten, um Information zu bekommen, die persönliche Situation zu erörtern und das weitere Vorgehen besprechen zu können.


Körperlicher Entzug in einer Spezialisierten Klinik
Zuerst wird bei substanzgebundenen Süchten (z.B. Alkohol, Drogen, Tabletten) immer ein körperlicher Entzug gemacht. Dies dauert ca. 2-4 Wochen und bedarf unbedingt einer professionellen, medizinischen Betreuung, um eventuell auftretende körperliche Folgeerscheinungen nicht zur Eskalation kommen zu lassen.


Stationäre Psychotherapie
Im Anschluß erfolgt die stationäre Psychotherapie, bei der in der Regel gemeinsam zuerst die Motivation des Suchterkrankten gründlich abgeklärt wird. Es werden deutliche Grenzen gesetzt und Signale dafür gefordert, dass der Betroffene tatsächlich Wesentliches ändern will.


Coabhängiges Verhalten im Sozialen Umfeld
Coabhängigkeit ist eine Bezeichnung für Verhaltensweisen von Bezugspersonen des Suchterkrankten, mit denen das Suchtverhalten des Betroffenen unterstützt und eine rechtzeitige Behandlung verhindert wird. Es handelt sich dabei meist um eine unbewusste Verbündung der Bezugspersonen mit dem Abhängigen, d. h. der Außenstehende wird zum Teilhaber an der Erkrankung und trägt ungewollt zu einer Verlängerung der Erkrankung bei. Um diesem ebenfalls vorzubeugen bieten Familienmitgliedern eine Einbeziehung in die Therapie an.


Nachbetreuung am Heimatort
Nach dem Entzug und der Entwöhnung wird dem Erkrankten geholfen, die Hintergründe der Sucht und die damit verbundenen inneren Zwänge zu bearbeiten. Dies ist der eigentliche Kern einer erfolgreichen Behandlung.

 

 
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